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Die BR 91 ist eine Konstruktion von Jatt. Nachdem Jatt von Tillig aufgekauft wurde, ist sie noch kurz weiter produziert worden. Tillig hat die früheren Jatt-Modelle 2004 dann an ein 'Tochter-Unternehmen' abgegeben, die Modellbahn-Manufaktur-Sebnitz. Dort wurde jedoch gerade die BR 91 bislang nur neu angekündigt aber noch nicht wieder produziert. Schade, denn es ist ein schmuckes kleines Modell .

Das Gehäuse besteht aus Metall, die Lok ist vergleichsweise schwer und entwickelt ohne Haftreifen ausgezeichnete Zugkraft. Dabei besitzt sie viele angesetzte Details und Leitungen, vergleichsweise feine Radsätze - kurz, sie macht optisch einen ausgezeichneten Eindruck. Muß sie wohl auch, sie kostete schon Ende der 90er Jahre über 300 DM

.Die Demontage des Gehäuses ist leider fummelig. ein kleiner Kunststoffstift hält die hintere Kupplung und das Gehäuse: Heraus geht er noch vergleichsweise einfach. Die Montage wird allerdings zum Geduldsspiel.
Im Inneren findet sich ein kleiner dreipoliger Motor mit angesetzter kleiner Schwungscheibe, die nahtlos in eine kurze Schnecke übergeht: Von ihr wird die Kraft über Zahnräder auf alle drei Achsen verteilt. Der Antrieb entspricht heutigem Standard, hat wegen der kleinen Schwungscheibe allerdings nur einen begrenzten Auslauf und ist vergleichsweise laut.
Die Fahreigenschaften sind deutlich besser als bei den alten BTTB-Konstruktionen und doch liegt genau hier auch eine Portion 'Schatten'. Eine vorbildgerechnte Spitzengeschwindigkeit von 65 Stundenkilometern mag im Maßstab 1:120 ja doch etwas langsam aussehen. Aber muß die Lok gleich 300 fahren? Am unteren Ende des Spannungsreglers bleibt sanftes Anfahren schwierig, gleichzeitig ist der Fahrregler in der Praxis nie weiter als 50 Prozent offen und damit wurde das wirklich weiche Anfahren schlicht unnötig verschenkt. Gerade im Vergleich mit Rocos neuer BR 80 aber kann das Jatt Modell von seinen Fahrleistungen her problemlos mithalten.

Fazit: Trotz ihres Tempos gehört Jatt's BR 91 zu den eindeutig besseren TT-Modellen und ist ihren Preis durchaus wert.

Tips zur Digitalisierung:

Obwohl die Lok schon mit dem ungeregelten LEO 77 ordentlich fährt habe ich am Ende doch den lastgeregelten LEO 10 montiert. Der nötige Platz findet sich unter dem gewölbten Führerhausdach. Die Verdrahtung ist (ohne Licht) unproblematisch. Der freie Durchblick durch das Führerhaus kann dabei erhalten bleiben. Allerdings ist die Montage dann etwas kniffelig. Ich habe den Kabelbaum der Zuleitung so zurechtgebogen, und am Motorblock befestigt daß das Platinchen ca 6 Millimeter über dem Motorblock wagrecht schwebt. Wenn man dann ins Füherhausdach ein Stück Doppelklebepad klebt und das Gehäuse vorsichtig aufsetzt, liegt die Platine unter dem Dach und kann am Klebepad angedrückt werden. Der Kabelbaum läuft nun unsichtbar zwischen den beiden vorderen Führerhausfenstern nach unten.

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