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Für viele Modellbahner sind sie das Salz in der Suppe. Die historischen Dampfloks, die bei der DB im Lauf der siebziger Jahre nach und auf das Abstellgleis geschickt wurden. Das ist wohl der Hauptgrund, warum viele Modellbahner auf Ihrer Anlage gerne die längst vergangenen Zeiten nachbilden - eben die Epoche III oder die frühe Epoche IV. Im Maßstab 1:120 war viele Jahre lang die Auswahl entsrpechender Modelle eher klein - und auch wenn es heute immer noch manche klassische Dampflok gibt, die in TT noch nicht im Angebot ist. Die wachsende Zahl der Hersteller hat in den letzten Jahren doch viel getan um das zu ändern. Und mittlerweile wartet auch bei der Dampftraktion eine recht umfangreiche Typenvielfalt auf den Einsatz im heimischen Modellbahnzimmer.

Ausgesprochen erfreulich gestaltet sich mittlerweile die Auswahl bei den typischen Güterzuglokomotiven. So brachte Tillig im Jahr 2009 eine ausgesprochen fein detaillierte BR 51 auf den Markt, mit kleinen Witte-Leitblechen und einem Kabinentender, den die DB seit den 50er Jahren konstruierte um den ansonsten für das Zugpbegleitpersonal nötigen Gepäckwagen im Güterzug einzusparen. Eine sehr ansprechende Kombination, wobei die Lokomotive von der DB teilweise auch für Personenzüge eingesetzt wurde. Kurz danach folgt von TILLIG auch die sehr ähnliche Baureihe 50, die mit großen Wagner-Leitblechen und klassischem Altbautender bestückt ebenfalls bis in die frühe Epoche IV hinein eine wichtige Rolle bei der DB gespielt hat. Doch auch der Freund großer Dampflokomotiven hat in TT zur Zeit entweder einen gut gefüllten Geldbeutel oder die Qual der Wahl

Ein weiterer Klassiker der Dampflokzeit erscheint ebenfalls im Jahr 2009 von ROCO. Die Br 44, deren 'Rohbau' ich auf der Dormunder Modellbahnmesse fotografieren konnte. Die Vielzahl einzeln angesetzter Kleinteile und Leitungen zeigt: ROCO will offensichtlich beweisen, dass eine Dampflok in TT ähnlich detailliert sein kann wie in HO. Ab der zweiten Jahreshälfte lässt sich das von den Modellbahnern am fertigen Modell überprüfen. Auch wenn ROCO diese Lokomotive zunächst in der Ausführung der DR auf den Markt bringt: die schon vor dem Krieg von der Reichsbahn konstruierte Lok ist auf beiden Seiten des eisernernen Vorhanges so lange mit nur minimalen Unterschieden unterwegs gewesen, der Aufwand zur Konstruktion einer DB-Version so gering, dass diese kaum lange auf sich warten lassen wird.

BR 52 von TILLIG
TILLIG: BR 52
BR56 von Tillig
Tillig BR 56

Schon länger auf TT-Modellbahngleisen unterwegs: Die BR 52 mit Wannentender. Bei der DB wurden die in der Zeit des zweiten Weltkrieges gebauten und recht 'nackt' wirkenden Maschinen wegen Problemen mit den Kesseln relativ früh ausgemustert. Deswegen ist es verständlich, dass diese Baureihe mit Erscheinen der BR 51 und 50 auch von TILLIG aus dem aktuellen Programm genommen wurde. Wer auf maximal-mögliche Vielfalt wert legt, wird die BR 52 aber noch bei vielen Händlern erwerben können. Und da dies Modell eigentlich noch eine recht neue Entwicklung war, wird es in kommenden Jahren wahrscheinlich auch wieder mal produziert werden.

Eine Nummer kleiner: Die BR 56. Sie ist ein echter TT-Klassiker. Das Modell wurde schon jahrzehntelang von BTTB - und schließlich von TILLIG gebaut Im Jahr 2007 erhielt die alte Konstruktion ein völlig neu konstruiertes Fahrwerk, eine zeitgemäße Steuerung - und so ist auch aus dieser alten Form ein durchaus attraktives Modell entstanden. Einziger Wehrmutstropen, der im Kessel untergebrachte Motor ragt (wenn auch schwarz verkleidet) ein Stück in das Führerhaus, was bei genauem Blick von hinten über den Tender manch Puristen etwas stört. Auf der Anlage aber ist das praktisch nicht zu bemerken.

Im Zeifelsfall aber bietet der Hersteller JAGO eine Alternative: Die insgesamt sehr ähnliche BR 55, die bei diesem Hersteller in Handarbeit aus Weißmetall und Messingteilen entsteht - und leider nicht nur vergleichsweise hochpreisig, sondern auch nur sporadisch in der Ausführung der DB. Zur Zeit findet sich leider nur die DR-Version im Katalog, doch eine Anfrage beim Hersteller wird - das ist zumindest meine Erfahrung - mit etwas Wartezeit auch eine DB-Version dieser Maschine auf die Anlage bringen.

Für Güter- und Personenzüge einsetzbar, die BR 38 (preussische P8). Sie wurde von der DB erst 1974 ausgemustert und erfüllte vielfältige Aufgaben. In der Spur TT wurde sie ursprünglich von Jatt entwickelt, nach dem Verkauf der Firma an TILLIG noch einige Zeit verkauft, dann wie alle ehemaligen JATT-Modelle an die Modellbahn-Manufaktur Sebnitz weitergereicht. TT-Fans wissen: Jatt war die frühere Firme das heutigen JAGO-Geschäftsführers Jagoschinski, der seine Dampflokomotiven mit hohem Weissmetall-Anteil konstruierte. Der dazu nötige große Anteil an Handarbeit bewog die Manufaktur dazu, das Modell zunächst aus dem Programm zu nehmen. Im Moment arbeitet die Sebnitzer 'Tochter'-Firma von TILLIG jedoch an einer Neukonstruktion in gängiger Kunststoffbauweise. So wird diese wichtige Baureihe irgendwann im Jahr 2010 neu auf TT-Gleise rollen - und dann werde ich sie auch fotografieren !

Als klassische Schlepptenderlok für Personenzüge bietet sich zur Zeit vor allem Die BR 01 an. Dies Modell ist vor einigen Jahrzehnten noch von BTTB entwickelt worden und wirkt insbesondere im Bereich des Fahrwerks etwas 'nackt'. Auf der Modellbahnmesse Dortmund 2009 war allerdings schon die überarbeitete Version zu sehen, die von TILLIG mit komplett neuem Fahrwerk samt sehr viel detaillierterer Steuerung ausgestattet wird.

Manufaktur BR 38
(BR 38 der Manufaktur Sebnitz)
ankündigung: BR 24 auch für DB ?
(Angekündigt BR 24 von Gützold)

Die Zahl der 'großen' Dampflokomotiven mit Schlepptender, die bei der DB für Personenzüge eingesetzt wurden ist schon beim Vorbild deutlich kleiner als die der Güterzuglokomotiven. Allerdings klaffen hier für Modellbahner der Spur TT noch die größten Lücken. So fehlt zum Beispiel eine BR 23. Aber immerhin arbeitet GÜTZOLD zur Zeit an der BR 24, die noch von der DRG entwickelt wurde, wegen ihres langjährigen Einsatzgebietes auch 'Steppenpferd' genannt wurde und in Ost- wie Westdeutschland auch nach dem Krieg noch lange im Einsatz war.

Bei den Tenderlokomotiven bietet sich dem TT-Bahner dagegen schon heute eine attraktive Auswahl. Relativ neu auf TT-Gleisen: Die Einheitslokomotive BR 64 die von vorneherein für Personenzugeinsätze konstruiert worden war und den Spitznamen 'Bubikopf' trug. Ihre DB-Version wird seit 2007 von Modellbahn Schirmer hergestellt. Für Kenner des Vorbilds mag der Zentralverschluss am Kessel auf den ersten Blick irritierend wirken. Es ist ein typisches Bauteil der ostdeutschen DR. Der Konstrukteur des Modells legt jedoch Wert auf die Feststellung, dass auch die DB einzelne Dampflokomotiven mit Zentralverschluss ausgestattet hatte - und just die nachgebildete Maschine tatsächlich einen solchen aufwies.

Dazu kommt ein weiterer Klassiker des TT-Programms: die BR 86

Sie ist seit den Zeiten von Werner Zeuke im Angebot und inzwischen von TILLIG komplett überarbeitet wurde. Die Lok war eine der Einheitslokomotiven der DRG, zog zu Bundesbahnzeiten aber auch Eilzüge und wurde von der DB erst 1974 endgültig auf das Abstellgleis geschoben.

Zusätzlich im Angebot: die BR 78, eine Personenzuglokomotive, die bei der DB ebenfalls bis Mitte der 70er Jahre im Einsatz war und deren TT-Modell urpsrünglich von Jatt entwickelt wurde. Wie alle Jatt-Modelle befindet sich die komplett aus Metall gefertigte Maschine nun im Programm der Modellbahnmanufaktur Sebnitz. Eine ursprünglich ebenfalls von Jatt entwickelte BR 91 ist von den Sebnitzern leider noch nicht wieder neu aufgelegt worden.

Last but not least: Ramgierlokomotiven. Tatsächlich sind in späteren Jahren selbst große Dampflokomotiven von der DB zu Rangieraufgaben degradiert worden. Doch auch kleine 'Helferlein' der Dampflokzeit werden im Maßstab TT angeboten. So brachte ROCO schon vor einigen Jahren - als Einstand in die TT-Produktion - eine BR 80 auf den Markt.

Eine sehr ähnliche Maschine ist die BR 81, die aber nicht auf drei sondern auf vier Achsen fährt. Sie gehört zum Urgestein des TT-Angebotes, stammt wie manch andere heutige TILLIG-Maschine noch von Werner Zeuke. Das Modell hat schon vor einigen Jahren einen überarbeiteten Antrieb bekommen, könnte aber auch mal ein etwas zeitgemäßeres Fahrwerk erhalten. Die deutlich sichtbaren Stromabnehmer und die etwas grob gearbeitete Steuerung sind inzwischen nicht mehr ganz zeitgemäß. Das ist auch der Grund, warum ich persönlich die BR 80 von Roco vorgezogen habe und von der BR 81 hier nur das Katalogbild 'zitiere'.

Und hier geht es zurück zu den E-Loks und der Dieseltraktion

Übrigens: Natuerlich besitze ich all die hier fotografierten Modelle nicht selber - Einige Fotos entstanden anlaesslich einer Sonderschau DBinTT auf der Modellbahnmesse in Dortmund 2009. Ich danke allen Sammlern und Firmen, die dazu ihre Modelle zur Verfuegung gestellt haben.