Mobilität
ist
die Grundlage unserer Gesellschaft, doch manchmal glaubt man, sie wird am
Verkehr irgendwann ersticken. Nicht nur wegen immer verstopfterer Straßen.
Auch wegen der Abgase, bei denen trotz Kat
noch einiges im Argen liegt. Gegen Kohlendioxid helfen die nicht,
da helfen allenfalls sparsamere Motoren. Die könnten
auch steigende Spritkosten ausgleichen, mehr dazu, in der Rubrik
'Technik'.
Auf dieser Seite gibt es zunächst Links zu allgemeineren, teilweise aber auch
sehr grundlegenden verkehrspolitische Themen

Benzinverbrauch: Bordcomputer mogeln:
Sprit ist teuer und damit werden die Angaben des Bordcomputers über den Verbrauch immer
wichtiger. Für die 'TESTER' habe ich die Bordcomputer von mehr als 40 Pkw einem umfangreichen
Praxistest unterzogen: Wird der tatsächliche Spritverbrauch errechnet oder sind die Angaben geschönt?
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Tagelohn-Trucker
Der Lkw-Verkehr nimmt zu und die schweren Unfälle auch. Die Arbeitsbedingungen der Trucker
grenzen an Ausbeutung. Kontrollen werden ausgetrickst, Dumpinglöhne und überzogene Fahrzeiten
sind an der Tagesordnung. Immer mehr Fernfahrer leben als
'Tagelöhner' vermieten ihre Arbeitskraft gegen Tageshonorar.
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Angst vor Riesenbrummies?:
Jetzt kommen die sogenannten Gigaliner,
LKW mit einer Gesamtlänge von 25 Metern. Sie fassen 50 Prozent
mehr Volumen als normale Lkw (bei gleichbleibendem Ladegewicht) Andere
Neuentwicklungen sollen sogar 60 Tonnen tragen. Ich habe mir die Gigaliner
für 'markt' mal angeschaut - und bin auch dabei am Ende wieder 'auf die
Bahn' gekommen. ganzer TEXT
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Knöllchen aus Amsterdam ?'
Wer im Ausland einen Verkehrsverstoß begeht, muss ab Januar 2008 damit rechnen, dass
EU-Staaten die Strafe von deutschen Gerichten und Gerichtsvollziehern
eintreiben lassen. Allerdings: Nicht selten werden Strafen für Autofahrer
verhängt, die niemals in dem betreffenden Land gewesen sind. Zusammen mit
Rebecca Gudisch fand ich für Plusminus heraus. In den Niederlanden sind
verwechslungen sogar absolut vorprogrammiert. Jeder Autofahrer muss
künftig damit rechnet, Mahnbescheide aus Holland zu erhalten - selbst wenn
er nie dort war. Zwei Fälle konnten wir aufklären. Das
Park-Knöllchen aus Holland, obwohl der Wagen niemals dort war - und ein
Trabant aus der Oberlausitz, der in Amsterdam Rekordgeschwindigkeit gefahren
haben soll.
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VIDEO
Die OECD, ganz sicher nicht für grüne Spinnereien
bekannt, hat in den Jahren 2000 - 2004 eine Studio erstellt, in der die
künftige Entwicklung des Verkehres für verschiedene
Industrieländer untersucht wird. Man sah die gefahr, trotz immer breiter
augebauter Straßen, trotz immer größerer Flughäfen,
zunehmend nur in den nächsten Stau zu fahren. So wurden zwei Szenarien
daraufhin untesucht, was der Verkehr langfristig kostet, wie er unsere
Gesellschaft prägt - und welche messbaren Umweltschäden er
verursacht. In einem Szenario wurde schlicht die heutige Politik
fortgeschrieben. Dort wo mehr Verkehr entsteht, werden Verkehrswege ausgebaut. Das Ergebniss
habe ich für Dschungel in Form einer Spielhandlung inszeniert. Das Leben
des fiktiven Otto, von Jungen Jahren nach der Jahrtausendwende bis zum Jahr
2030 als Rentner..... es verlief wenig erbaulich.
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Auch im zweiten Szenario musste sich Otto häufiger
ärgern. Es wirkte mit vielfältigen Maßnahmen zur
Verkehrsbeschränkung erst einmal wie aus dem Horrorkabinett grüner
Umweltpolitiker.... doch am Ende befanden die OECD Experten just das
für Autofahrer auf den ersten Blick unerfreulichere Modell
das - auch wirtschftlich - deutlich erfolgreichere.
Text: Alternativszenario
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Die ungewöhnliche Spielfilm-Form der journalistischen Berichte entsprach übrigens durchaus auch dem Inhalt der OECD- Studie. Auf Einladung des Umweltbundesamtes durfte ich selbst mit einem Referat dazu beitragen: Den Experten war klar, die von Ihnen empfohlene Verkehrspolitik würde vielen Bürgern wenig angenehm erscheinen. Wie könnte man effektiv für eine solche Politik werben ? Mein (englischsprachiges) Redemanuskript enthielt schon die Grundidee aus der sich anschließend die beiden Beitragskonzepte entwickelten. vollständiger Text
Die Mär von der Melkkuh: Immer wieder wird ja geklagt,
die Autofahrer müssten über Steuern und Abgaben mehr Geld aufwenden, als der Staat insgesamt
für Straßenbau ausgibt. Das stimmt aber nur, wenn man sich in der
Betrachtung auf die großen Bundes- und Länderhaushalte
beschränkt. Aber wie ist das mit kleinen Straßen in Städten und
Gemeinden, mit Parkplatz, der für jedes öffentliche Gebäude
geschaffen und finanziert werden muss, wenn man wirklich alle Ausgaben
betrachtet, wird die bekannte Klage zur
Milchmädchenrechnung
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Das kennt jeder: Rasende Kisten,
die oft auf der linken Spur mit Höchstgeschwindigkeit voranpreschen und deren Unfallzahlen
noch deutlich schneller steigen als ihre Zulassungszahlen. Schon 2003 hatte ich
für
W wie Wissen nach den Ursachen gefragt. Antworten gab es
einige: neben häufig zu hoher Geschwindigkeit auch den hohen
Schwerpunkt, häufig mangelnde Ladungssicherung, den bei voller Ladung
verlängerten Bremsweg und häufig auch schlecht ausgebildete Fahrer.
Als Rezept wurde zum einen ein tempolimit für Kleintransporter diskutiert,
wie auch verbesserte Ausbildung der Fahrer. Ein Jahr später bearbeitete
ich das selbe Thema für Plusminus. Es hatte sich wenig getan. Aber wir
gingen der Frage nach, warum die Kleintransporte auf die beschriebene Weise
stattfinden. Drei Nächte lang bin ich einem Kleintransporter
hinterhergefahren. Zusammen mit meinem Freund und Kollegen H-C Schultze der das
als Kameramann in spannenden Bildern dokumentierte. Es zeigte sich: Alles eine
Frage der Disposition - und die stammte in diesem Fall von der Post.
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In einem zweiten Bericht in dieser Sendung fanden
wir die Spadition 'Haddeier', die ihre Kleintransporter freiwillig auf Tempo 130 gedrosselt
hat und damit beste Erfahrungen sammelt: weniger Verschleiß an Fahrzeugen und
Fahrern, gleichzeitig annähernd gleiche Gesamtreisezeiten. Doch er kann
sich auch gut ausgebildete Fahrer und perfekt gewartete Fahrzeuge leisten. Er
hat sich auf Gefahrgut spezialisiert, bei dem grundsätzlich die
Auftraggeber für die ordnungsgemäße Abwicklung des Transportes
haften - möglicherweise eine Anregung für die gesamte
Transportbranche. Das fand wohl auch die Christopherus-Stiftung des
Gesamtverbandes der Automobilversicherer, die mir für diesen Beiträge
am 7. 6. 05 den Christopherus-Preis verlieh: für besondere Verdienste
um die Verkehrssicherheit. Dafür möchte ich allen Beteiligten und der
Jury noch einmal herzlich danken.
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Übrigens: Flugverkehr ist ein noch immer unterschätzter Klimasünder. Pro Kilometer kann ein modernes, vollbesetztes Flugzeug zwar durchaus umweltfreundlicher sein, als ein mit einer einzigen person besetztes Automobil - eine einzige Urlaubsreise nach Mallorca, erst recht natürlich auf die Malediven, macht die Energiesparbemühungen von Jahren wieder wett ! Wer sich von Kohlestrom versorgen lässt, das Fenster immer auf Kipp hat, darf ruhig auch noch ein dickes Auto fahren - solange er den Urlaub an Nord- oder Ostsee verbringt, in Norditalien, Österreich, der Schweiz oder Holland, kann er immer noch ein ruhigeres Klimagewissen haben als derjenige, der im Ökohaus mit Ökoauto lebt und seinen Urlaub in Übersee verbringt.