Ob es um Kochen geht, um Heizen, um Elektrizität und moderne Zivilistation.... ob es um Schadstoffausstoss und seine Folgen geht, um Treibhauseffekt, Atommüll, den immer noch teuren Strom aus regenerativen Energiequellen oder um Energiepreise, die einen wesentlichen Teil der Lebenshaltungskosten ausmachen: Das Thema ist vielschichtig - und so habe ich es thematisch auf mehrere Seiten verteilt. Dort finden sich dann wieder Links zu weiteren Einzelseiten...
Mitte der 80er Jahre begriff ich, daß Energiepolitik der Schlüssel zur Lösung des Treibhaus-Problemes ist. Wenn auf lange Sicht jeder Teil der Welt den gleichen Anspruch auf Wohlstand und Ressourcenverbrauch hat, dann muß der für diesen Lebensstandard nötige Energieverbrauch pro Kopf um rund zwei Drittel niedriger liegen als heute in den Industrienationen. Das erste Drittel unseres Energieverbrauches werden wir wohl durch rationelleren Umgang mit Energie einsparen können. Durch höhere Kraftwerkswirkungsgrade und Geräte mit sparsamerem Verbrauch. Das zweite Drittel aber wird wohl nur durch Verzicht zu erreichen sein. Dies kann entweder bedeuten, viele Dinge nicht mehr als selbstverständlich hinzunehmen - oder aber wir schaffen es zumindest dieses Drittel unseres Energieverbrauches tatsächlich emissionsfrei zu erzeugen. Dabei ist Energie nicht gleichbedeutend mit Elektrizität. Trotzdem wird gerade in diesem Bereich intensiv darum gestritten, wie der künftige Energiemix aussehen soll, also: welche Primärenergien wirin Zukunft einsetzen. Nach jahrzehntelanger Beschäftigung und vielen Recherchen halte ich regenerative Energiequellen für immer noch weitgehend unterschätzt. Das ist die eine Seite der Medaille.
Für die meisten Menschen sind hohe Energiepreise ein Ärgerniss. Ich sehe sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Hohe Preise sorgen dafür, dass Energiesparen sich lohnt. Sie helfen dabei, möglichst schnell möglichst effiziente Technologie einzuführen - das ist sicherlich positiv. Deswegen halte ich trotz aller Anfeindungen die Ökosteuer durchaus für eine gute Idee - zumal die Einnahmen daraus ja tatsächlich zum weit überwiegenden Teil zur Senkung der Lohnnebenkosten eingesetzt werden. Und doch ärgere ich mich immer wieder auch über hohe Energiepreise. Nicht nur, wenn ich sie selbst bezahlen muss. Sondern vor Allem dann, wenn sie von den Anbietern - oft in Monopolstrukturen - willkürlich festgesetzt werden. Dagegen hilft nur freier Wettbewerb mit klaren Regeln. Auf dem Papier existiert er seit vielen Jahren. Doch in der Praxis ist auch der Energiemarkt ein ergiebiges journalistisches Thema.