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Die Energiewende ist mittlerweile Realität - von manchen noch vemehemt bekämpft aber kaum noch aufzuhalten. Als ich Ende der 80er Jahre mit Recherchen und Fernsehberichten zum Thema Energiepolitik begann, teilten sich Atom- und Kohlekraftwerke noch einträglich den Markt, galt regenerative Stromerzeugung, ja selbst Kraft-Wärme-Kopplung weithin als Spinnerei. Hier einige Text und Filmbeiträge, die bis in diese Urzeit zurückreichen. Auf dieser Seite überwiegen rund um Atomkraft und den 'Strom-Mix', andere Themenfelder finden Sie links im Menü.

Windrichtung am Akw

März 2016: Maroder Reaktor - eine Frage der Psychologie? Ganz nah an der deutschen Grenze betreiben Belgier das AKW Tihange, das vor allem mit Störfällen und unzähligen Rissen im Reaktordruckbehäter von sich reden macht. In der Deutschen Grenzregion herrscht Angst ! Im belgischen Hui, unmittelbar neben dem Reaktor: Gelassenheit. Sind die Belgier wirklich so 'schmerzfrei' oder die Deutschen 'panisch' ? Als aktueller Reporter für Markt sollte ich mir das mal aus der Nähe anschauen. Wie gehen die Menschen auf beiden Seiten der Grenze mit dem Pannenreaktor um ? Wir haben uns bewusst nicht mit der Frage beschäftigt, wie groß die Unfallgefahr nun wirklich ist - das findet sich anderswo: Wir wollten den Mentalitäts-Unterschied erforschen - und das hat richtig Spaß gemacht! Video

Bild zu: Kampf um Stromleitungen

Mai 2010: bis heute Aktuell! Lange Leitung für den Wind? Der Ausbau der Stromnetzte, neue Hochspannungsleitungen, ein Dauerthema. Weil an Nord- und Ostsee die Windkraft immer weiter ausgebaut wird und sie heute schon mehr Strom erzeugt, als im Norden gebraucht wird, hat die Bundesregierung beschlossen, dass die Stromnetze ausgebaut werden müssen. Bundesweit. Anwohner wehren sich. Zu recht? Schließlich werden die Leitungen doch für einen guten Zweck gebaut. Fragt sich nur, ob die Leitungen wirklich vor allem dem Ausbau der Windkraft dienen? Die Antwort darauf folgt ziemlich am Ende des Beitrages - und zeigt, wie hier - wie so oft - die Öffentlichkeit an der Nase herumgeführt wird. Video

2011: Nach Fukoshima - endlich Atomausstieg! Ich muss zugeben. Auch wenn der Anlass in Japan natürlich ganz sicher kein Grund zur Freude war - die Konsequenz, die in Deutschland gezogen wurde ist in meinen Augen eindeutig erfreulich. Zumal just Kanzlerin Angela Merkel vorher ja noch alles daran gesetzt hatte, die Atomkraft in Deutschland am Leben zu halten.

Bild zu: teurer Atomausstieg?

Teurer Atomausstieg? Eine spektakuläre Kehrtwende: Kanzlerin Merkel, die noch kürzlich die Laufzeit der Atomkraftwerke deutlich verlängern ließ, probt nach Fukoshima nun den schnellen Ausstieg. Und schon läuft die Propaganda- maschine: wird landauf landab spekuliert, wie furchtbar teuer der nun wird. Belastbare Zahlen dazu gibt es kaum - und die wenigen Berechnungen die es gibt, sagen nur geringe Strompreisanstiege voraus - selbst wenn sie von Atomkraftbefürwortern stammen bzw von der Bundsregierung vor kurzem noch als 'Argument für die Laufzeitverlängerung' benutzt wurden. Die bislang veröffentlichten Zahlen habe ich - zusammen mit H.C. Schultze für Plusminus zusammengetrgen.Video

Bild zu: Restrisiko?

Wie groß ist das Restrisiko Ein 'Größter anzunehmender Unfall' sei - so erzählte und die Atomwirtschaft jahrzehntelang nur alle zigtausend Betriebsjahre zu erwarten. Also so gut wie nie. Inzwischen erlebt die Welt gerade ihren dritten Gau und möglicherweise zweiten 'SuperGau'. Nun gibt es in Deutschland keine Tsunamis und nur schwächere Erdbeben. Entwarnung ? Das kommt darauf an, denn deutsche AKW sind auch nur für schwächere Erdbeben ausgelegt als etwa japanische. Und weder Stromausfälle noch Kühlmittelprobleme sind in Deutschland unmöglich - nicht einmal Vulkanausbrüche. Für Plusminus habe ich in Deutschland mögliche Szenarien vorgestellt - und mir die offiziellen Wahrscheinlichkeitsdaten der Atomwirtschaft mal genauer angeschaut. Video

Eine Frage der 90er Jahre: Kann Atomkraft das Klimaproblem lösen ?
Obwohl Kernkraft selbst nur indirekt (und sehr wenig) CO2 erzeugt, ist sie in meinen Augen keine Lösung. Um mit Ihr global eine wesentliche Verringerung der Kohlendioxydemission zu erreichen, müßten hunderte von AKWs neu entstehen. Die würden in ihrer Summe dann auch bei optimistischen Statistiken ein erhebliches Unfallrisiko darstellen und insgesamt auch eine nicht mehr zu bewältigende Menge an nuklearem Abfall erzeugen. Weil gerade Schwellenländer nur nachvollziehen, was Industrienationen vorexerzieren, sollten wir unsere knappen Finanzmittel darauf konzentrieren, schnellstmöglich effzientere Kraftwerkstypen und verstärkt regenerative Energiequellen zu nutzen. Schon in den frühen neuziger Jahren hatte ich für die ARD-Redaktion GLOBUS mit Hilfe des Wuppertal-Institutes untersucht, wie ein Ausstieg aus der Atomenergie pdf wirtschaftlich wirden würde. Überraschung: Er würde nicht nur Geld freisetzen um den ökologischen Umbau der Stromversorgung zu beginnen - er wäre auch ohne zusätzliche Kohlendioxydemissionen möglich gewesen. Es hat noch einige jahrzehnte länger gedauert,bis das weitgehend anerkannt und letztlich auch umgesetzt wurde.

Symbol für Strahlung

Manch einer stellt dann die Frage, warum wir aus der Kernenergie aussteigen sollten. Vielleicht bin ich durch eine Jugend in densiebziger und achtziger Jahren geprägt, vielleicht auch durch Harrisburg und Tschernobyl, aber ganz sicher auch durch Recherchen über die Gefahren der Endlagerung PDF Wer langfristig wirklich große Teile der globalen Energieversorgung decken wollte, müsste wegen der doch schnell absehbaren Endlichkeit der Uranvorräte ohnehin schnell in das 'Brüten' und die Wiederaufarbeitung einsteigen - und damit die Probleme noch einmal potenzieren. Und die Kernfusion?PDF Eine ernsthafte Beschäftigung mit deren Abfallproblemen ließ mich auch da ausgesprochen skeptisch werden.

Erdgasbetriebene Kraftwerke werden eine immer größere Rolle spielen - wohl auch große GUD-kraftwerke, die zwar ohne Kraft-Wärme-Kopplung aber mit einem für Großkraftwerke hervorragenden Wirkungsgrad einen steigenden Anteil zum Strom-Mix leisten können. Die Kohle-Lobby wehrt sich noch dagegen. Die Art und Weise wie sich die Kohlelobby der SPD gegen die von den Grünen vorangetriebene steuerliche Gleichstellung gewehrt hat, kann nur als energiepolitische Farce gewertet werden.

Haus mit Bergschaden

Welche volkswirtschaftlichen Verrenkungen die Kohle-Lobby in Kauf nimmt, zeigte sich übrigens besonders drastisch beim Streit um den Kohlebergbau unter dem Niederrhein. Das Ende der Zeche Walsum PDF ist inzwischen zwar vollzogen. Aber bis zuletzt hatte die DSK in Kooperation mit der noch SPD-geführten Landesregierung diesen Aberwitz doch vehement vorangetrieben.

Welche Rolle spielt Kraft-Wärme-Kopplung? Eine immer noch viel zu Kleine. Die Nutzung der Kraftwerksabwärme zu Heizzwecken macht Heizkraftwerke und BHKWs zur umweltfreundlichsten Möglichkeit mit fossilen Brennstoffen ökologisch sinnvoll Strom zu erzeugen. Auch wirtschaftlich hat Kraft-Wärme-Kopplung selbst in Kleinstanlagen ein gutes Potential: Sofern ganzjährige Wärme-Abnehmer zu finden sind, können sich Blockheizkraftwerke auch gegen Billigstrom behaupten. Manche Unternehmen stellen Ihnen derartige Anlagen per Contracting-Finanzierung in den Keller. Für kleinere Mehrfamilienhäuser und Gewerbebetriebe gibt es übrigens schon seit jahrzehnten ein erstaunliches Mini-BHKW zu kaufen.