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Freiberuflicher Fernsehjournalist, das klingt nach weiter Welt, Glanz und Glamour, aber auch nach armen Scheinselbstständigen, die austauschbar im Hintergrund die Drecksarbeit machen. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen und ich persönlich habe dabei auch noch Glück gehabt

Nachdem ich in meiner Jugend von Spielfilmen träumte und schon in Schüler- und SzeneKreisen ein umfangreiches Euvre von Super-8 und 16mm Filmen vorweisen konnte, Erfahrungen als Produktionsleiter von Low-Budget Produktionen und als Hilfskraft in großen Fernsehproduktionen sammeln durfte, kam ich durch verschiedene Tätigkeiten als Kameramann und Cutter Mitte der 80er Jahre zu journalistischen Fernsehproduktionen. Dabei brach mein politisches und naturwissenschaftliches Interesse durch und ich begann als Ferhsehautor für den WDR zu arbeiten. Ich hatte das Glück noch in die goldenen öffentlich-rechtliche Zeit hineinzugeraten sogar schon nach wenigen Jahren mit einer ZDF-Reportage über das Ozonloch 19 Prozent Einschaltquote zu erreichen.... Und ich hatte das Glück immer wieder selbstgesuchte Themen bearbeiten zu können und dabei mehr Zeit mit entsprechenden Fachleuten zu verbringen als manch Student

Vor zwanzig JahrenDas Fernsehen wandelt sich. Auch Journalismus wird heute schneller, billiger produziert. Oft fehlt Zeit für Recherche. Manches, was heute über den Schirm flimmert ist leider PR statt Journalismus. Qualität wird noch immer überwiegend von öffentlich-rechtlichen Anstalten geboten und da ich in der Nähe von Köln lebe, liegt für mich der WDR nah. Er produziert auch den größten Brocken des ARD-Programmes und gehört eindeutig zu den Anstalten, die sich immer noch eine Portion Journalismus leisten. Auch dort gibt es mittlerweile Erosionserscheinungen, aber in vielen Magazinen wie auch Dokumentationen finden freiberufliche Fernsehjournalisten noch Möglichkeiten, sich mit einem Rest von Muße und Genauigkeit ihren Themen zu widmen. Ich selbst darf mich zu dieser Gruppe zählen.
Dabei standen bei meiner Arbeit jahrzehntelang ökologische Themen im Vordergrund. Besonders spannend finde ich dabei die Nahtstelle zwischen Ökologie und Ökonomie. Seit vor einigen Jahren die Abteilung 'Ökologie' des WDR aufgelöst wurde sind diese Themen in den verbliebenen Wissenschafts-Shows von WDR und ARD kaum noch vertreten

Mein Arbeitsschwerpunkt liegt seitdem doch eher wieder bei den Wirtschafts- und Politik-Redaktionen, insbesondere MARKT, PLUSMINUS. Das bringt neue Themen mit sich. Dabei zeigt sich, dass Verbraucherthemen und Tests mit etwas wissenschaftlicher Vorbildung interessante Kombinationen ergeben

Und so, wie die Themen sich aufweiten, verbreitert sich auch die Spanne der Sendeplätze. Von Monitor über WDR-Service-Zeit bis zum ARD-MORGENMAGAZIN. Dabei will ich nicht von einem einzigen Auftraggeber abhängig sein und bin daher für interessante Aufträge immer empfänglich. Und natürlich: die Veränderung der deutschen Medienlandschaft schreitet voran. Ab Januar 2006 will die ARD die Sendelängen aller journalistischen Magazine um rund ein Drittel kürzen. Entsprechend schrumpft natürlich dann der Markt für freiberufliche Autoren.....und sicherlich wird sich auch Form und Inhalt der Arbeit weiter ändern. Hoffentlich nicht hin zu (noch) mehr Kurzatmigkeit und oberflächicher Schnellschüsse

Meine Arbeit umfasst Recherche, Realisation und ggf. auch Produktion von Magazinbeiträgen aller Art, aber auch 20 minütige Specials, bis zu 60 minütige Dokumentationen und sogar Liveshows. Zusätzlich gestalte ich auch journalistische Internet-Angebote. Ich arbeite als freier Mitarbeiter oder in Auftragsproduktionen.