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Die Decoder von Lenz gehören immer noch zu den am meisten Verkauften - aber ich habe mit Lenz doch eher gemischte Erfahrungen gemacht:

Da gab es zum Einen über Jahre hinweg Probleme mit der Lieferbarkeit der Decoder. Immer wenn ich gerade eine neue Lok hatte, konnte Lenz mal wieder nicht liefern. Dann trübten von Anfang an einige grundsätzliche Probleme das Digital-Vergnügen. Über das Rangier-Problem und die extreme Empfindlichkeit gegenüber selbst minimalen Kontaktproblemen habe ich im ersten Kapitel schon berichtet. Schon im Jahr 2000 fragte ich bei Lenz an, ob man die Brems- und Abschaltverzögerung nicht über eine der Funktionstastet 'abschalten' könnte um dann angenehm zu rangieren. Von Lenz wurde mir gesagt, das sei derzeit nicht vorgesehen, ob man das künftig mal machen könnte.........? Uhlenbrock und ct/tran haben das inzwischen gemacht. Lenz noch nicht. Ich kaufe keine 'Lenze' mehr.

Aus den alten Zeiten sind aber noch Texte dieser Homepage vorhanden, die manch einen heutigen Lenz-Nutzer noch helfen könnten - hier also zwei (Bugs und Tips, zunächächst eine 'Eigenart' des Compact-Fahrpultes, und dann zum 'plötzlichen Vergessen' aller Programmierungen bei Lenz-Decodern.

Lenz Compact: Nicht verwechseln: CV und Register
Wenn man mit dem Lenz Compact programmier,t landet man zunächst in den Registern. Register fünf 'spiegelt' sozusage das Programmier-cv 29 und enthält immer dessen wert. Wenn man dann aber auf Register über 9 hochschaltet, landet man in einem anderen Modus und programmiert nicht mehr Register sondern cv's (links im Display erscheint ein kleines c.) Dies gilt aber nicht nur für die höheren Werte (Geschwindigkeiskurven etc) Denn wenn man nun auf 5 zurückschaltet landet man nicht mehr in Register fünf sonder in cv fünf und dort kann man dann in den späteren Bauserien des LEO10 die Höchstgeschwindigkeit deutlich senken und die 'Kurve' damit flacher machen ohne eine komplett neue Kurve programmieren zu müssen.

Der Vergesslichkeits-Bug
Seit Monaten schon hatte ich mich im jahr 2001 gewundert, warum die Loks manchmal ihre gesamte Programmierung scheinbar vergessen - und teilweise absurde Werte in den Registern stehen. Dann plötzlich eine verschärfte Variante. Nach einem solchem 'Vergesslichkeitsanfall' wollte eine Lok partout nicht mehr mucken. Aber sie ließ sich programmieren und fuhr auf Analolggleisen problemlos. Normalerweise bedeutet daß, das alles in Ordnung ist. Was war passiert? Ich rief bei Lenz an und bekam einen Entwickler an die Strippe - und der hatte von diesem Problem schon öfter gehört, ohne bisher auf die Ursache gestoßen zu sein. Danach habe ich einige Testfahrten gemacht und eine ziemlich zuverlässig reprodzierbare Ursache gefunden. Meine Bremsstrecken in Holzau sichern ggf falsch gestellte Weichen ab - und deren Herzstücke sind polarisiert. Wenn der Bremsstrom geschaltet ist liegt im nächsten Abschnitt auf beiden Schienen der selbe 'Pol' des Fahrstromes. Da Bremsstrecken oft zur Absicherung solcher Weichen dienen, ist diese Konstellation wohl nicht so selten wie man zunächst denken mag.

Wenn nun eine Lok den Bremsabschnitt überfährt (z.B. wegen überhöhter Geschwindigkeit) dann entsteht ein doppelter Kurzschluss: Brems und Fahrstrom begegnen sich zumindest mit einem Pol. Gleichzeitig wird der Bremsstrom kurzgeschlossen. Das scheint die Decoder doch etwas durcheinanderzubringen. Und es sieht so aus, als ob andere Loks, die diesen Impuls übers Gleis abbekommen, ebenfalls durcheinandergebacht werden.

Und noch eine neuere Erkenntnis: Der Bug scheint auch dadurch 'befördert' zu werden, daß eine nicht-digitalisierte Lok auf dem Gleis steht - (wer selbst eine solche auf einer Digital-Anlage stehen hat kennt das hochfrequene Sirren, daß diese Loks dauerhaft erzeugen) Da eine meiner Lieblingslok nach einen Getriebeklemmer und folgendem Abrauchen des Decoders zwar schnell repariert war aber Lenz mal wieder monatelang keine Decoder liefern konnte hatte ich diese Situation einige Zeit lang. Seit ein neuer Decoder in der Lok und keine 'analoge' Lok mehr auf der Anlage ist, habe ich keinen Fall von 'Vergesslichkeit' mehr gehabt

Von Lenz erfuhr ich dann, daß durch Programmierung auf Adresse 255 ein 'blockierter' Decoder komplett 'resettet' werden kann. Das half, er muckte dann wieder - auf Adresse 3.

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