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Auf den Decoder kommt es an !Seit vier Jahren fahre ich nun digital - und habe aucb dabei einiges Lehrgeld zahlen müssen. Denn die Auswahl der Decoder hat auf die Fahreigenschaften der Modelle fast soviel Einfluss, wie die Frage ob in dem Modell ein guter oder schlechter Motor, ein gutes oder schlechtes Getriebe sitzt. Lastregelung ist Pflicht: Ich habe Anfangs vor allem den LE077 verbaut, den ersten Mini-Decoder von Lenz, der in fast allen TT-Modellen problemlos Platz findet. Aber egal, wie gut das Fahrwerk und der Motor der jeweiligen Lok auch waren: Die Fahreigenschaften blieben doch eher enttäuschend und nach einigen Experimenten war auch klar, warum:- Wie bei Gleichstrom steigt bei ungeregelten Decodern die Kraft mit der Spannung, also proportional zur Geschwindigkeit. In diesem Punkt kommt es dann eben doch auf Fahrwerk und Motor an. Je höher der Anfahrwiderstand, desto höher also auch die Anfahrgeschwindigkeit. Daran konnte auch der auf CV2 Programmierbare Anfahrimpuls nur wenig ändern, mit dem man der Lok sozusagen einen kurzen Schubs geben kann. Erschwerend kommt hinzu, daß die nicht lasgeregelten Decoder eben nicht nachregeln, wenn die Last an Steigungen steigt, der Zug wird dadurch dann doch deutlich langsamer. Wenn dann noch eine Bremsstelle in einer Steigung sitzt, hat er bergauf nur einen halb so langen Bremsweg wie bergab und das Punktgenaue stehenbleiben (bei mir sollte es möglichst immer nach einer maximalen Zuglänge sein) wird zur Glückssache. Auch das schon im ersten Kapitel beschriebene Rangierproblem ist bei ungeregelten Decodern sehr viel ausgeprägter als bei Decodern mit Lastregelung'. Im nächsten Schritt folgte der lastgeregelte 'kleine' Decoder von Lenz, LEO10! Immerhin: lastgeregelt war er - aber er hatte doch auch einige merkwürdige 'Bugs' Zunächst mal funktionierte in der ersten Bauserie die Programmierung der Höchstgeschwindigkeit nicht über Register 5, sondern allein über umprogrammieren der kompletten Kurve - und dann 'vergaßen' die Decoder auch noch alle paar Wochen Ihre Programmierung und mussten komplett neu programmiet werden (Eine Beschreibung dieser und anderer Bugs findet sich im letzten Kapitel) Zusammen mit dem in Kapitel 1 schon beschriebenen Stop- and Go- Problem sowie dem Rangierproblem, ergaben sich insgesamt doch etwas arg viel Probleme, die mir den Spaß an der Digitalfahrerei doch ziemlich trübten. Von Uhlenbrock kam dann Mitte des Jahres 2002 eine echte Verbesserung: Ein kleiner, komplett DCC kompatibler lastgerelter Decoder - der noch dazu durch seine hohe Steuerungsfrequenz auch für Faulhaber-Motoren geeignet ist und außerdem noch einen über F3 und F4 abschaltbaren Rangiergang verfügt. Auf Strecke fährt man nun mit programmiertem Bremsweg - und beim Rangieren hägt die Lok sauber am Regler. Perfekt.! Nur leider: Weil sich Lenz beim Compact-Pult nicht ganz an die eigenen DSS-Spezifikationen hält, lässt sich der kleine Uhlenbrock-Decoder nicht mit dem Compact programmieren............ und obwohl inzwischen eine große 'Zentrale' von Lenz im Einsatz ist, bin ich am Ende doch bei einem ganz anderen Decoder 'hängen' geblieben. Der "Decoder mit Gedächtniss" kam schließlich von ct
/ tran Der ultrakleine 73er Decoder ist nicht nur Faulhaber-tauglich, er
kann nicht nur den 'Rangiergang' per Funktionstaste ein und ausschalten. Er
kann noch etwas ganz anderes: Der Decoder merkt sich die zuletzt eingestellte
Fahrtgeschwindigkeit selbst bei 'Stromausfall' von circa drei Sekunden: Selbst
nach einem kurzen Aussetzer wegen Dreck auf dem Gleis: Wenn die Lok auch nur
einen Hauch 'Auslaufweg' hat, gehört das 'Stop- and Go' Problem der
Vergangenheit an. Wer da noch Kontaktprobleme hat, hat wirklich schlecht
verlegte oder verdreckte Gleise - bzw entsprechende Stromabnehmer. Damit
löst dieser Decoder alle Probleme, die mir bisher bei der Digitalbahnerei
aufgefallen waren. Tips zum Einbau von Decoders finden sich in der Rubrik 'Modellkritik' jeweils am Ende der einzelnen Testberichte |
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