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So sieht er aus, mein
Haltepunkt Holzau. Eine ähnliche Situation gab es vor längerer Zeit
nahe meines Wohnortes: Unmittelbar neben einem kleinen Haltepunkt lag ein
Holz-imprägnierwerk (bei mir wird es dann doch ein beschaulicheres
Sägewerk) Das ganze Ensamble diente sowohl als Ausweichstelle für
´die eingleisige Stelle, als Ladegleis und Haltepunkt.

Bei bei mir liegt es
in der Mitte zwischen zwei Bahnhöfen - und wenn die Anlage mal ihre
endgültigen Ausmaße hat, muß ich doch ein wenig Aufwand in
Automatik und Zugsicherung investieren. , deshalb habe ich folgende
Halbautomatik eingefügt.
 Je nach Weichstellung
werden die Züge passend gebremst. Sowie auf Situation 1, 5 oder 6
umgeschaltet wird, fährt der jeweils richtige Zug wieder an. Dabei stellen
die gelben Abschnitte den Bereich des Belegtmelders dar. Wenn der aktiv ist und
eine Lok den Abschnitt befährt, löst er für den Meldeabschnitt
sowie auch den gesamten hinter der Lok liegenden Abschnitt den Bremsvorgang
aus, indem er in die entsprechenden Gleise Bremsstrom einspeist. Der
Meldeabschnitt ist etwas länger als ein Zug, so steht in jede Richtung gut
eine Zuglänge zum Abbremsen zur Verfügung.
Wer- wie ich -
keine komplette digitale Rückmeldekette mit Schaltlogik errichtet (das
wird nämlich sehr teuer), der muß versuchen dies auf klassischen
'analogen' Weg zu erreichen - per Relais. Zunächst muss je nach
Weichenstellung der jeweils richtigen Gleisabschnitte mit Strom vom richtigen
Gleis versorgen, dann muß für die jeweils richtigen Gleise der
Belegtmelder aktiviert werden, der dann bei Belegung den Bremsstrom in eben die
jeweils richtigen Gleise speist. Doch wie ich in den vergangenen Monaten
feststellen mußte, ist das leichter gesagt als getan. Der einfache Gleisbesetzmelder von Conrad ist nicht
digital-tauglich, kann allerdings mit List und Tücke (Speisspannung
Gleich-statt Wechselstrom) doch an Wechselstrom Digitalgleisen genutzt werden -
trotzdem gab das bei der Kombination mehrerer GBMs dann doch Probleme und
funktionierte nie richtig.
Der neue Digitaltaugliche 4-fach
Gleisbesetztmelder von Conrad kann Digital. Allerdings speist er in alle 4
Gleisabschnitte den selben Fahrstrom ein. Wenn er irgendwo bei Kontakt auf
Bremsstrom umschalten soll, dann wirkt das zwanglsäufig auf alle vier
angeschlossenen Gleise.Man müsste also immer drei Anschlüsse
ungenutzt lassen - dafür ist er dann aber doch zu groß und zu
teuer. Mit dem Gleisbesetzmelder von
Lenz wäre es vielleicht gegangen, der kann zwei Gleisabschnitte, und
soweit ich dem Schaltplan entnehmen konnte, kann er beide auch mit
unterschiedlichen Speiseströmen belegen - doch der scheint momentan nicht
lieferbar zu sein. (Ein übrigens bei allen Lenz Produkten häufig
auftretendes Problem) Und dann geriet ich an den Uhlenbrock-Melder mit zwei
eingebauten Relais. Der speist sich komplett aus der Fahrspannung. Ich kann ihn
also nicht einfach dadurch scharf machen, indem ich einen zusätzlichen
Speisestrom an- oder abschalte, doch das hat nach einigem Nachdenken das Ganze
dann sogar erleichtert..
Um die
spätere Wartung zu erleichtern habe ich mir Pläne gemacht. Die
entsprechen zwar nicht ganz den bei Schaltplänen üblichen
Gepflogenheiten, bilden dafür aber sehr genau die Situation unter der
Platte nach und zeigen z.B. statt Relais-Symbolen die ganz reale Belegung der
Relais-Pins. (Es handelt sich übrigens um bistabile Relais) Alles in einem
Farbcode gehalten der bei den Weichenantrieben dem von Tillig entspricht. Um
das Ganze etwas übersichtlicher zu halten, habe ich den Plan in zwei Teile
zerlegt. Zunächst die Verdrahtung der Tillig Weichenmotoren die teilweise
als Fahrstraße miteinander verbunden sind. Ihre internen Schalter brauche
ich für die Polarisierung der Herzstücke, so daß ich alle
anderen Funktionen über die schon erwähnten zusätzlichen Relais
schalten muss. Diese Relais bilden elektrisch das jeweils letzte Element der
jeweiligen Fahrstraße
 Der Plan öffnet sich durch Click als zweites,
größeres Fenster.
Die eingebauten
Dioden werden nötig, um die Relais mit dem Schalt- Wechselstorm der
Weichenmotoren betreiben zu können. Außerdem ist die
Fahrstraßenverdrahtung zwischen den Weichen 21-24 etwas komplex. Auf den
ersten Blick scheint der Schaltstrom von Weiche 24 über die
Fahrstraßenschaltung am Ende wieder sich selbst zu schalten. Genau das
wird aber unter anderem durch das in der Mitte zu sehende Diodenpärchen
verhindert. (Hier erweist es sich als nützlich, daß in der
Fahrstraßenschaltung von den Tillig-Motoren teilweise statt Wechselstrom
nur gepulster Gleichstrom weitergegeben wird) Nicht eingezeichnet ist,
daß alle Relais in eine Schaltrichtung einen ihrer Schalt Kontakte nutzen
um ihren eigenen Schaltstrom direkt nach dem ersten Ansprechen wieder zu
unterbrechen.
Nun kommt der eigentlich
komplexe Teil. Da die Bremsstrecken weit in das linke und rechte Hauptgleis
hineinragen , muss je nach Weichenstellung der Strom von Gleis 1 oder Gleis 2
an Gleis 1a oder das rechte Einfahrtsgleis gelegt werden. Das erledigen die
Relais, ebenso wie die Aktivierung der Uhlenbrock Gleisbesetztmelder. Deren
Relais schalten von Fahr- auf Bremsstrom um mit dem dann widerum die von den
Weichen gebildete Fahrstraße versorgt wird. Und natürlich die
Meldestrecke selbst sowie der Gleisbesetzmelder, der sich selbst ja auch aus
dem Fahrstrom speist (und damit seine eigene Stromversorgung fliegend von
Fahr-auf Bremsstrom umstellt. Da beide aber mit gleicher Spannung und als
Wechselstrom anliegen funktioniert das trotzdem bestens.macht die Schaltung
aber zunächst relativ unübersichtlich. Den Speisestrom für die
Gbm's kann ich direkt an den Relaisblöcken vom Fahrstrom abzweigen lassen.
Ein wesentlicher Teil der Schaltung wird durch kleine Brücken direkt an
den Kontakten der Relais gebildet. Die Aktivierung der GBMs erfolgt
über die grün/blauen Leitungen, wobei wichtig ist, daß beide
Schaltkreise elektrisch getrennt bleiben Nicht erwähnt habe ich bisher, das vierte Relais, das kleine,
links oben. Hier kann ich vom Schaltpult aus auch Fahrstrom an die
Bremsstromleitung legen und dadurch die Automatik mit einem Schalter
außer Kraft setzen. Die ganzen Melder und Relais laufen weiter, ersetzen
dann aber immer nur Fahr- durch Fahrstrom.
Übrigens. Falls ihnen das Ganze zu kompliziert vorkommt -
einfacher habe ich es nicht geschafft. Wenn man das Ganze in der Form eines
normalen Ausweichgleises gestaltet also das linke Weichenpaar zum Sägewerk
weglässt, entfällt allerdings der größte, mittlere
Relaisblock und der komplizierteste Teil der
Weichenstraßenschaltung. . |